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Summerstage 2010, Rossauerlände, Wien
mit Lukas Pusch, Mara Mattuschka, Stephanie Guse, Hans Glaser, Tomak, Marlene Hausegger und Andreas Leikauf
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Olaf Osten und Judith Saupper, Galerie Atrium ed Arte, Wien, 2010
Theresia Hauenfels, 2010
Olaf Osten in Norddeutschland geboren und seit vielen Jahren in Wien lebend dokumentiert seine Wege durch die Stadt in Form von schnellen Zeichnungen, die er in ausgedienten Taschenkalendern skizziert. Vergrößerte Auszüge aus diesem Kunstbuch zeigen Straßenszenen, aber auch Architekturen, die sowohl in Wien wie auch in Hamburg angesiedelt sind. Damit eröffnet er dem Betrachter nicht nur den Kontrast zwischen zwei Städten dem barock geprägten Wien und der Hanse-Metropole Hamburg , sondern auch zwei Perspektiven auf ihn und seine Pendlersituation zwischen seiner norddeutschen Identität und seiner aktuellen Lebenssituation, gewissermaßen als migrantisches Thema. In seinen Zeichnungen, in denen eine starke Affinität des Künstlers zum Comic deutlich spürbar wird, begegnet man der Piaristenkirche in Wien-Josefstadt, stellvertretend für den Katholizisimus, der durch sämtliche Ritzen kommt, ebenso wie dem zottelig-alternativen Gänge-Viertel in Hamburg an seiner Schnittstelle zum benachbarten Business-Quartier in Glas und Stahl. Es sind nicht unbedingt die typischen Orte, die Olaf Osten interessieren. Manchmal erkennt man nur an den Details, in welcher Stadt der Künstler gerade Station macht: Steigt ein Möwenschwarm über einem Container auf, oder erkennt man den Schriftzug eines Firmennamens, der an den sprachlichen Schmelztiegel der Donaumonarchie erinnert, ist man jedoch wieder schnell orientiert. Inmitten des von Bildern überfrachteten Stadtraums lenkt Olaf Osten unseren Blick immer wieder gegen den Himmel die luftige Leere über unseren Köpfen. Eine Leere, die sich in den Köpfen der meisten Menschen mit Bedeutung füllt.
Olaf Osten born in Northern Germany and living in Vienna for many years already documents his way through the city in the form of quick drawings on used pocket calendars. Enlarged extracts from this art book show street scenes, but also architectures located in Vienna and in Hamburg. Thus he reveals not only the contrast between the Baroque influenced Vienna and the Hanseatic city of Hamburg, but also the two perspectives on himself and his commuting situation between his north German identity and his current life situation as a kind of migrant issue. In his drawings, in which the artists comic affinity becomes clearly evident, one meets the Piaristenkirche Vienna-Josefstadt representing the Catholicism that comes through all the cracks, as well as the shaggy-alternative Gänge-Viertel in Hamburg, situated in opposition to a glass and steel business district. Olaf Osten is not necessarily interested in the typical places. Sometimes we can conclude only from the details, in which city the artist is doing station when a sea gull swarm rises over a container or when we recognize the logo of a company name that recalls the linguistic melting pot of the Danube monarchy, we are again orientated fast. In the middle of the cluttered urban space the artist again and again draws our attention against the sky, the airy void above our heads. An emptiness that fills with meaning in the minds of most people.
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