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Boris Kostadinov

Am Himmel einige Wolken der Bedeutung

Durch Olaf Ostens Bild Pendeln 232 (S. 69) läuft eine Straße in Richtung Unendlichkeit, dem imposanten, tiefblauen Himmel entgegen. Dort gibt es keine Wolken. Sie wurden durch Bedeutung ersetzt. In den Jahren meiner Bekanntschaft mit Olaf haben uns seine Kunst und unsere gemeinsame Arbeit über ­vergleichbare Straßen geführt, die uns wiederum an unterschiedliche Ziele ­gebracht haben. Ja, diese Orte und Städte sind geografischer ­Natur, doch sind es auch Plätze, an denen unsere Gedanken eine eigene Topografie freigelegt haben; manchmal sind es Punkte, versteckt in unseren Erinnerungen, den Erinnerungen von Leuten, die ihre Reise in einem Jahrhundert begannen und sich in ­einem anderen wiederfanden; vielleicht sind es auch Landschaften und Gebiete, in denen sich das Leben einfach ereignet, ein ­Leben, das uns die Umrisse dessen erraten lässt, was wir „Moderne“ ­nennen.

Die Stadt mit dem großen Hafen, wo riesige Schiffe aus allen Ecken der Welt anlegen. Hier eröffnet Olaf Osten seine Einzel­ausstellung. Die Sonne geht bereits unter, doch die ­Hafenkräne rattern weiter, da die Arbeit hier kein Ende kennt. In der ­Galerie sehen wir eine Gruppe von Leuten Bier trinken und sich lebhaft unterhalten. Auf einer der Wände hängt Pendeln 219 ­­(S. 79), der Umriss eines Mannes wird darauf sichtbar. Er trägt das typische Outfit eines Geschäftsmannes: dunkle Hosen und ein makellos weißes Hemd. Der Mann steht auf einer Plattform im Fluss. Wir wissen nicht, wer er ist, alles, was wir von ihm ­sehen, sind seine Beine und ein Teil seines Körpers. Weit hinter ihm liegt eine industrielle, von Kränen bevölkerte Landschaft. Es stellt sich heraus, dass die Bewohner dieser Stadt diesen Mann zum Schutzpatron ihres Hafens gewählt haben (statt einer Meerjungfrau, eines Gottes oder eines großen Generals). Jeden Winter bringen sie ihn in einen speziellen „Tempel“, im Frühling wird er wieder ins Wasser gesetzt. In diesem Prozedere können wir die Anthesteria der griechischen Antike erkennen, als die Leute für das Fest des Dionysus auf die Straße gingen und eine Skulptur ihres Gottes trugen.
   Diese Arbeit gibt einen ersten Hinweis auf die Dinge und Ereignisse, denen dieser Künstler gerne seine Aufmerksamkeit schenkt. Häufig verwendet er eher „neutrale“ Sujets, um gesellschaftliche Zusammenhänge auszuleuchten, die vom freien Markt und den neoliberalen Gesetzen des Wettbewerbs bestimmt sind. Aber ist es möglich, dass sich das, was wir unschuldig Kapitalismus nennen, seit den Zeiten von Karl Marx bis zur Unkenntlichkeit verändert hat? Sogar die Ära von Thatcher und Reagan scheint von unserer Gegenwart weit entfernt zu sein. Ist es möglich, dass die neuen Hegemonen – Google und Facebook – die Ankunft von Trump und die Gelbwestenproteste ein Zeichen dafür sind, dass wir in einer anders zu bestimmenden Zeit leben? Leben wir nicht in der Zeit, die Paul Mason die Zeit des Informations­kapitalismus nennt?
1)
   Ernste Fragen wie diese stellt der Künstler mit großer ­Vorsicht, da er weiß, wie schwierig sie zu beantworten sind. ­Dennoch stellt er sie mit der Überzeugung, dass wir alle vor der Herausforderung stehen, eine Antwort auf sie zu finden.

Die Stadt, in der die Kathedrale mit der goldenen Kuppel steht und ein Regenbogen am Himmel leuchtet, der sich nach einem ­sommerlichen Gewitter über den Horizont spannt. Wieder ist es eine Einzelausstellung. Wir befinden uns in einem großen Raum aus Stein. In einer der Ecken sehen wir die Überreste eines antiken römischen Hauses. Im Zwielicht der Halle beleuchten die Galerie­lampen nur die ausgestellten Objekte, die im Raum zu schweben scheinen. In der Mitte steht eine Vitrine und unter deren Glas liegen original Notizbücher von Olaf Osten. Die Inszenierung ­dieser Ausstellung ist kein Zufall: Die Notizbücher sind grund­legend für seine Kunst. In diese Bücher ist so viel an ­konzeptio­neller Energie geflossen, dass jede Skizze in einen monumentalen Druck mit beeindruckenden Dimensionen verwandelt werden könnte. Olaf zeichnet jeden Tag in seinem Notizbuch, welches das Format ­eines Tagesplaners hat, in dem sich aber zwischen den Monaten und ­Jahren auch geografische Karten befinden. Olaf transformiert das Kontinuum dieser Notizbücher, in ihnen entsteht seine private ­„Relativitätstheorie“, in der Raum und Zeit nicht mehr zusammen­hängen. Die Jahre, Monate und Tage haben sich ihrer ­Konkretion entledigt, um einen Hintergrund für die Räume und Objekte zu ­bilden, die für diesen Künstler von größter Bedeutung sind. Die Grenzen auf den geografischen Karten markieren keine spezifische, politische Geografie mehr, sondern werden zu Rahmungen für eine visuelle Aussage. Eine Aussage, die das hintergründig Revolu­tionäre der Idee verheimlicht, dass die Welt aus nichts anderem ­besteht als aus uns selbst. In Gebiet 001 (S. 45) wurde die ­Karte von ­Europa zur Kontur einer Baumkrone, in Pendeln 131 (S. 84, rechts) ist Europa in ein Meer gesunken, durch das viele Schiffe ­kreuzen, in Pendeln 192 ­(S. 85, rechts) erscheint Europa im rechteckigen Ausschnitt des Himmels über dem Hinterhof eines Wohnbaus. In ­diesem Bild wurden die Namen der Länder ausgestrichen: vielleicht ein ­Kommentar zum Klischee „Europa – unser gemeinsames Zuhause“ in der Zeit des Brexit, der Zeit des erstarkenden Nationalismus und des Baus neuer Mauern, sichtbarer und unsichtbarer.

Die Stadt mit dem alten Badehaus, das inzwischen eine ­Galerie für zeitgenössische Kunst ist. Wir bereiten hier eine ­große, ­gemeinsame Ausstellung vor, die sich wieder mit einer Mauer und deren Fall beschäftig. Dieser Mauerfall hat eine Generation geprägt, die Generation X, die Generation der 1980er und 1990er Jahre. Während dieser Zeit lebte Olaf im westlichen Teil ­eines Landes, das von der politischen Trennung brutal in zwei ­Hälften gespalten wurde. Der Westen, der bereits den Gipfel ­seiner ­neoliberalen Wirtschaftsform und seines konsumorientierten ­Pathos durchlebt hatte, stand vor der Herausforderung, sich mit ­einem stark veränderten Osten wieder zu vereinigen. Zur gleichen Zeit war ich ein Teil dieses Ostens, der durch sozialistische ­Propaganda groß geworden war und ein langsam kollabierendes System durch eine subtil verbreitete Utopie am Leben zu ­erhalten versuchte. Gemeinsam durchlebten wir eine Zeit voller ­Illusionen, die von der Entstehung des Internets und der zu­nehmenden Globalisierung geprägt war, doch plötzlich fanden
wir uns in den Agonien einer globalen Wirtschaftskrise wieder, und heute stehen wir, wie bereits erwähnt, vor einem Europa des ­Nationalismus und des Separatismus.
   Das Bild Pendeln 159 (S. 86, links) versetzt den Betrachter in eine Kuppel, durch deren Öffnung man den Himmel sehen kann. ­Vor ­einem Teleskop ist eine mystisch wirkende weibliche ­Silhouette zu ­sehen, einer Frau, die scheinbar den endlosen Nachthimmel durch das Fenster der Kuppel beobachtet. Hinter ihr bewegen sich ­verschiedene Modelle des Globus chaotisch auf einer Weltkarte. Was sieht sich diese Frau an? Sind es wirklich die Himmelskörper, oder sucht sie absurderweise in der Ferne nach einer ­Entdeck­ung, um die Zustände auf ihrem eigenen Planeten zu verbessern? ­Diese Arbeit wird von einer flüssigen Bewegung getragen, die mit ­Zygmunt Baumans gut bekannter Theorie korrespondiert: „In der Dynamik des modernen Lebens gibt es keine festen Verbindungen und jede Verbindung, die wir für eine bestimmte Zeit eingehen, muss daher locker sein, so dass wir, falls es die Umstände erfordern, sie wieder lösen können, so schnell und so mühelos wie möglich – was die Umstände unserer dynamischen, modernen Gesellschaft bestimmt auch tun werden, wieder und immer wieder.“
2)

Die Stadt der Wolkenkratzer, die Stadt, die nie schläft und die ganze Welt zu Gast hat. Olaf und ich arbeiten an ­einer Ausstellung, die sich mit Kunst und Technologie auseinandersetzt. Das Projekt geht davon aus, dass unsere Zeit als ­„technologisches ­Mittelalter“ beschrieben werden könnte – eine ­dystopische ­Metapher, die besagt, dass rascher technologischer ­Fortschrittin überkommenen Gesellschaftsformen auftritt, dass also ­überlebte ­soziale Systeme die Voraussetzung für wissenschaftlichen Fort­­schritt sind.
   Für diese Ausstellung werden verschiedene, zufällige und ­intime Momente, die Olaf in seinem Notizbuch aufgezeichnet hat, monumental vergrößert. Diese Arbeiten diskutieren die Veränderung des physischen Raumes in einer digitalen Umgebung, sie stellen ­Fragen wie diese: Wie werden Zeit und Raum wahrgenommen, wenn zwei ­Leute auf unterschiedlichen Kontinenten leben und über das Internet ­kommunizieren? Und was würde passieren, wenn sie sich wirklich treffen müssten? Sie kommunizieren absichtlich miteinander und verlassen sich dabei auf ihre digitale Erfahrung. Und um sich später wirklich zu treffen, wären sie wahrscheinlich auf die Technologie des ­Fliegens angewiesen. In diesen Arbeiten fragt der Künstler ­danach, was ­unsere „wirkliche“ Natur auszeichnet, was unsere ­„digitale“ und welcher von beiden wir mehr Vertrauen schenken. Matt Haig ­formuliert es so: „Orte sind den Leuten egal geworden. Orte sind nicht mehr der Punkt. Jeder ist nur mehr halb-präsent, egal woman sich aufhält. Zumindest ein Fuß steht immer im großen digitalen Nirgendwo.“
3)

Die Stadt mit den schönen barocken Palästen, wo Musik und die Künste sehr geschätzt werden. Hier lebt Olaf jetzt und für ­diese Stadt erschafft er die virtuellen Identitäten der wichtigen ­Kunstfestivals.
   Olafs Atelier ist immer angenehm kühl und erfüllt von einer tiefen Stille, die entweder zur Kontemplation oder zur ­Konversation anregt. Diese Stille erscheint als Kontrast zu dem Schlagzeug, das zwischen den bildnerischen Materialien in seinen Räumlichkeiten steht. Ich weiß nicht warum, aber mir scheint, dass ­Musik in ­diesem sonst so stillen und diskreten Prozess, in dem sein Stift auf das Notizbuch trifft, immer präsent ist. Ich ­erinnere mich, dass ich auch in den räumlichen Kompositionen von seinen ­Ausstellungen oft eine musikalische Partitur erkennen konnte. Und vielleicht ist das so, weil man Musik oft mit Harmonie verbindet und Olafs Kunst eine ist, die nach Harmonie sucht – manchmalsogar in den geläufigen Dissonanzen unserer vielstimmigen Welt.

Boris Kostadinov, 2019

 

1) Paul Mason, PostCapitalism: A Guide to our Future, London 2015.

2) Zygmunt Bauman, Liquid Love: On the Frailty of Human Bonds, Cambridge 2003.

3) Matt Haig, How to Stop Time, Edinburgh 2017.

The Sky with Clouds Replaced by Meanings

In Olaf Osten’s Commuting 232 (p. 69), we see a road leading into infinity, towards the vast, densely blue sky. There are no clouds. They have been replaced by meanings. Over the years we have known each other, Olaf’s art and our working together have taken us along many similar long roads and to various destina­t­ions. Yes, these locations and cities are geographical terms, but they are also places where imagination has created its own topography; or places hidden in our memories, the memories of people who started their journey in one century and crossed over to the next; or maybe these are places and cities in which life simply happens, a life that sketches the silhouette of what we call ‘modernity’.

The city with the big harbour, where monster ships berth, ­arriving from across the world. This is where Olaf Osten opens his solo show. The sun is already setting and the rumble of the port cranes will not stop until morning, because here work ­follows a 24-hour rhythm. In the art gallery we see a large group of people drinking beer, immersed in lively conversation. On one of the walls hangs Commuting 219 (p. 79), a man’s shape dressed in an outfit typical for the world of business – dark trousers and a perfect white shirt. The man is standing on a ­seaborne platform. We do not know who he is, as all we can see are the legs and part of the torso. The industrial  landscape filled with port cranes lies far away. It turns out that the people in this city call the ‘pretend man’ Keeper of the Port. There is much symbolism in the fact that a city chooses a businessman to be its keeper (rather than, for example, a ­mermaid, a god or a warrior), to shelter him in a special ‘temple’ in the winter, and bring him back in the water again in the spring. Here we see something resembling the ­Anthesteria of antiquity, the Dionysus festival where the citizens would take to the streets carrying a statue of the god. This work is indicative of the objects and events that attract the artist’s attention. He often uses seemingly ‘neutral’ plots to capture society’s vibrations which are characterised by a free market and the neoliberal laws of competition. But is it possible that what we innocently call capitalism has changed beyond recognition since the times of Karl Marx? Even the era of Thatcher and Reagan seems too distant now. Is it possible that the new hegemons – Google and Facebook – the arrival of Trump and the Yellow Vests protests in France are evidence that we are living in a new age? Aren’t we living in what Paul Mason termed an era of info-capitalism?1)
   Very delicately, the artist poses serious questions, knowing that their answers are difficult, but conscious that we all are facing the challenge to find them.

The city with the cathedral with the golden domes and a ­rainbow in the sky, a rainbow that appeared after a summer downpour. Again a solo exhibition. We are in a large stone chamber. In one of its corners we see the remains of an ancient Roman house. In the hall’s twilight, the gallery lights illuminate only the exhibits, which seem to be floating in the space. In the middle there is a vitrine. Its glass covers Olaf Osten’s original notebooks, and the dramatic display is no ­coincidence: These small notebooks are crucial to his art. They have ­absorbed all the conceptual energy needed for turning them into monumental prints with striking dimensions. Olaf draws
in his notebooks every day – they resemble daily planners with geographic maps of the continents, months and years. He turns them over, and they become his private ‘theory of ­relativity’, in which space and time are separate. The years, months and days have fled their concreteness to become a backdrop for the spaces and objects that are essential to the artist. The ­borders on the geographic maps do not demarcate a specific ­political geography but rather provide the frame for a visual statement. A statement that hides the quiet revolution of the idea that the world consists of nothing but ourselves. The map of Europe has become a backdrop and a portion of the crown of a centuries-old tree (Area 001, p. 45) or has sunken into a sea ­populated by numerous boats (Commuting 131, p. 84, right). ­Europe ­appears also in the rectangular piece of sky seen ­above the backyard of a residential building ­(Commuting 192, p. 85, right). Here the names of the countries have been ­crossed out – as ­commentary on the ‘Europe – Our Common Home’ cliché in the times of ­Brexit, the rising nationalistic ­movements and the building of new walls, visible and invisible.
The city with the antique bathhouse, which today houses a ­contemporary art gallery. Here we are preparing a large joint exhibition which again deals with a wall and the generation whose life has been marked by its collapse – the Generation X, the generation of the 1980s and 1990s. During this period Olaf resided in the western part of a country that was brutally torn asunder by political division. This West which had already lived through its neoliberal economic apogee and consumer pathos but was facing the challenge to reunite with a very different East. At the very same time I belonged to that East which had been brought up on socialist propaganda and utopia instilled by a collapsing system. Together we were about to live through the era of sweet illusions, spawned by the birth of the Internet and of globalisation, only to find ourselves in the throes of a global financial crisis again and, today, before a Europe of separatism and nationalisms as mentioned earlier.
   Commuting 159 (p. 86, left) is set in a space with a large dome on which an aperture offers a glimpse at the sky. In front of a telescope stands a mystical female shape which appears to be observing the limitless sky through the dome’s window. ­Behind her, multiple globe models are moving chaotically on the map of the Earth. What is it the woman is looking at? Is it the heavenly bodies, or is she simply absurdly looking for a ­formula to solve the changing circumstances of her own planet? This work carries some kind of fluid motion, which appears to ­correspond to Zygmunt Baumann’s well-known theory: ‘In a liquid modern life there are no permanent bonds, and any that we take up for a time must be tied loosely so that they can be untied again, as quickly and as effortlessly as possible, when circumstances change – as they surely will in our liquid modern ­society, over and over again.’
2)

The city with the skyscraping buildings, the city that never sleeps and is host to the entire world. Olaf and I are here, working on an exhibition that looks at art and technologies. It is a project that explores the idea that our time could be described as the ‘technological Middle Ages’ – a ­dystopian ­metaphor for swift technological advancement concurrent with compromised societies, a condition of scientific progress ­taking place during outdated social systems.
   In his works for this show, Olaf monumentalises various ­casual and intimate moments, which he has recorded in a notebook, and reflects on the phenomenon of change of physical ­space in a digital environment. It further asks questions such as: What is the sense of time and space for two people ­residing on different continents when communicating through the Internet? What would happen if they had to meet physically?
   They communicate willingly, relying on their digital expe­­r­i­ence. And to be able to meet again later, they would again rely on the technologies of flying. In these works the artist asks questions about what constitutes our ‘real’ nature and what our ‘digital’ one; and which one of these do we trust more. Just like Matt Haig put it: ‘Places don‘t matter to people any more. Places aren’t the point. People are only ever half present where they are these days. They always have at least one foot in the great digital nowhere.’
3)

The city with the beautiful baroque palaces, where music and arts are held in high esteem. It is here that Olaf lives now, and it is for this city that he often creates the virtual ­identities for art’s important festivals.
   Invariably, Olaf’s studio is pleasantly cool and filled with a deep silence that prompts either contemplation or ­conversation. This silence is somehow in contrast with the drum kit set up in one of the other rooms. I don’t know why, but I have always ­imagined that music is constantly present in this otherwise so quiet process of discrete pen-on-notebook drawing. I remember that I have always heard some music in the compositions laid out in gallery spaces. And maybe that is so because the ­concept of music is associated with the concept of harmony, and Olaf’s art seeks harmony – sometimes even in the all-too-frequent ­dissonance of our polyphonic world.

Boris Kostadinov, 2019

 

1) Paul Mason, PostCapitalism: A Guide to our Future, London 2015.

2) Zygmunt Bauman, Liquid Love: On the Frailty of Human Bonds, Cambridge 2003.

3) Matt Haig, How to Stop Time, Edinburgh 2017.